Beteiligung

Das Netzwerk Kinderrechte befragt Kinder und Jugendliche zu Mitbestimmung in der EU

Wie steht es um die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen bei Entscheidungen, die sie selbst betreffen? Das möchte die Europäische Kommission aus der Perspektive von jungen EU-Bürgerinnen und -Bürgern unter 18 Jahren wissen und dadurch eine empirische Datengrundlage zu diesem Thema auf EU-Ebene generieren.

Umsetzung

Zur Umsetzung wurde das europäische Kinderrechtenetzwerk Eurochild und das Forschungsinstitut RAND Europe mit der Koordination einer umfassenden Forschungsstudie in zehn EU-Ländern beauftragt. Als Partner von Eurochild haben das Netzwerk Kinderrechte und das Deutsche Kinderhilfswerk die Studie auf deutscher Ebene durchgeführt.

Das Studiendesign sieht als Methode sogenannte Fokusgruppen vor, bei denen eine Gruppe von Kindern und Jugendlichen zu ihren Erfahrungen ins Gespräch kommen. Das Netzwerk Kinderrechte hat im Rahmen von zwei Fokusgruppen insgesamt 18 Kindern und Jugendlichen im Altern von 10-18 Jahren ermöglicht, ihre Einschätzungen zum Thema Partizipation abzugeben. Dabei ging es um persönliche positive wie negative Erfahrungen zu Mitbestimmung, Einflussmöglichkeiten auf lokaler, nationaler und EU-Ebene sowie Hindernisse und Wünsche im Hinblick auf mehr Entscheidungsmöglichkeiten. Bedingt durch die Pandemie fand eine der Fokusgruppen mit zehn der Kinderrechtereporterinnen und –reportern des Zweiten Kinderrechtereports digital statt. Beim zweiten Termin war eine Präsenz-Durchführung mit acht Kindern einer Berliner Schule möglich.

Ergebnisse

Die Ergebnisse der beiden Fokusgruppen fließen in den Abschlussbericht ein, der von Eurochild der Europäischen Kommission Ende des Jahres 2020 vorgelegt wird. Außerdem plant das Netzwerk Kinderrechte eine Veröffentlichung der Ergebnisse auf nationaler Ebene. Es bleibt zu hoffen, dass die Europäische Kommission sich die Einschätzungen und Wünsche der Kinder und Jugendlichen zu Herzen nimmt.

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