Mehrgenerationenspielplatz in Mannheim-Rheinau

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Themen Spielplatz
Träger/Organisation: Stadt Mannheim & Quartiermanagement Rheinau
Ort/Region: Mannheim
Altersgruppen:
  • Frühe Kindheit (ca. 0–3 Jahre)
  • Elementarbereich (ca. 3–6 Jahre)
  • Grundschulkinder (ca. 6–12 Jahre)
  • Jugendliche (ca. 13–18 Jahre)
Rheinau-Mitte ist ein zentrumsferner Stadtteil in Mannheim mit überdurchschnittlichen sozialen Problemlagen. Ein Ergebnis der Kinder- und Jugendversammlung 2019 war der Unmut über veraltete Spielplätze. Besonders negativ wurde der Kroko-Spielplatz bewertet. Mit einer Fläche von 5.578 m² liegt er neben der Grundschule. Er hatte ein Ballspielfeld und wenige Spielangebote. Der größte Teil war eine „Auslauffläche für Hunde“. Später kam ein Gemeinschaftsgarten dazu. Die Politik nahm das Anliegen mit dem politischen Beschluss auf, dort einen Spiel-, Bewegungs- und Begegnungsplatz für alle Generationen zu bauen. Am 15. Juni 2024 wurde mit der feierlicher Eröffnung das Projekt abgeschlossen. Heute bietet die parkähnliche Anlage Wasserspiel, barrierefreie Spielgeräte, Calisthenics, Ballspielfläche u.v.m. für alle Generationen. Der neue Ort ist dauerhaft belebt, wird für Feste genutzt und durch Umweltpaten und Schulen mitgetragen. Aus einer wenig genutzten Fläche entstand durch konsequente Beteiligung ein identitätsstiftender Treffpunkt im Quartier mit sichtbarem Mehrwert für Lebensqualität, Teilhabe und Zusammenhalt. Für Hunde musste ebenfalls eine Lösung gefunden werden. Die Bauphase sollte schon genutzt werden, um eingeübte Hunde-Gassi-Wege umzulenken. Für eine Hundewiese gab es erstmal keinen Platz und keine Finanzierung. Rechtzeitig konnte der Grünstreifen entlang der Karlsruher Straße, parallel zur Grünanlage, von der Deutschen Bahn gepachtet und als »Hundewiese« hergerichtet werden.
Wie wurden Kinder und Jugendliche beteiligt?
Ab 2020 wurde trotz Corona-Pandemie ein passgenaues Beteiligungskonzept umgesetzt. Aufsuchende Formate auf Spielplätzen, Beteiligungen in Schulen, Kitas und Vereinen, Gespräche mit Eltern, Senior:innen, Menschen mit Behinderung und Hundebesitzer:innen sowie digitale Angebote führten zu einem umfangreichen Anliegenkatalog. Die Ergebnisse wurden systematisch in die Planung überführt, der Planentwurf 2021 mit den Beteiligten rückgekoppelt. Konflikte wurden transparent verhandelt. So konnte u.a. für die neue Ballspielfläche nach mehreren Beratungsschleifen eine Lösung gefunden werden, die den Bedarfen der Kinder und Jugendlichen entsprach und zugleich fachlichen Anforderungen genügte. Auch in der Bauphase blieben Kinder und Jugendliche beteiligt: Sie gestalteten ein Mosaik-Krokodil, eine Freundschaftsbank und den Eingangszaun. Beteiligung war damit nicht punktuell, sondern strukturierender Bestandteil von der Idee bis zur Umsetzung.