Das Projekt „Dialogue Works 2.0“, Global Network on Child Participation (GNCP) zielt darauf ab, durch Beteiligung die Lebensbedingungen von Kindern und Jugendlichen in vulnerablen Situationen in Sambia, Indien und Peru zu verbessern. Dies geschieht durch den Aufbau nachhaltiger und sinnvoller Strukturen zur Kinderbeteiligung sowie durch die Schaffung einer virtuellen Plattform für weltweiten Austausch und Schulungen (virtuelle Community of Practice). Zivilgesellschaftliche Organisationen setzen sich in Sambia, Indien und Peru verstärkt dafür ein, das Recht der Kinder auf Beteiligung an politischen Entscheidungsprozessen umzusetzen und so den Raum für einen regelmäßigen Austausch und die Zusammenarbeit mit Kindern in vulnerablen Situationen zu stärken. Ziel ist es, Kindern eine Stimme zu geben und sie in Entscheidungen einzubeziehen, die ihr Leben betreffen – besonders in Kontexten von Armut, Vertreibung oder Ausgrenzung, wo dies oft fehlt. Dazu werden lokale Organisationen aus Ländern des globalen Südens und Kinder und Jugendliche im Bereich Kinderrechte und Beteiligung geschult, Methoden für Beteiligung entwickelt und regionale Netzwerke gebildet. Außerdem fördert das Projekt den Dialog zwischen Kindern und Entscheidungsträger:innen, damit die Anliegen der Kinder und Jugendlichen in politische Entscheidungen einfließen. So sollen Kinderrechte besser umgesetzt und die Lebensbedingungen der Kinder verbessert werden. Das Projekt organisiert auch eine virtuelle „Community of Practice“ (CoP), in der zivilgesellschaftliche Organisationen, Jugendnetzwerke, Expert:innen und politische Akteur:innen regelmäßig Erfahrungen zur Kinderbeteiligung austauschen. Ziel ist es, die Teilnehmenden zu befähigen, politische Systeme besser zu verstehen, geeignete Ansatzpunkte für nachhaltige Kinderbeteiligung zu finden und diese in ihren eigenen Kontexten anzuwenden. Die CoP fördert den Austausch von Methoden und stärkt Netzwerke, die Kinderbeteiligung auch über das Projekt hinaus ermöglichen. Langfristig sollen nachhaltige Mechanismen und Netzwerke entstehen, die Kinderbeteiligung auch nach Projektende weiter fördern. Die Nachhaltigkeit wird durch gemeinsame Materialentwicklung, Kapazitätsaufbau und Partnerschaften mit Bildungseinrichtungen und Behörden gesichert. Viele interessante Materialien, Publikationen und Methodenkoffer, die im Rahmen des Projektes entstanden sind, sind hier zu finden.
Wie werden Kinder und Jugendliche beteiligt?
Kinder und Jugendliche der Partnerorganisationen aus Sambia, Peru und Indien waren aktiv an der Projektplanung beteiligt und sind das Herzstück des Projektes. Das Projekt legt großen Wert auf eine kindzentrierte und inklusive Beteiligung, die besonders Kinder in vulnerablen Situationen einbezieht und Schutz, Bildung sowie kulturelle Besonderheiten berücksichtigt. Die Perspektiven der Kinder stehen im Mittelpunkt, um ihre Bedürfnisse und Prioritäten in Entscheidungsprozesse einzubringen.


