8er-Rat Ebersberg

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Träger/Organisation: Stadt Ebersberg
Ort/Region: Ebersberg
Altersgruppen:
  • Jugendliche (ca. 13–18 Jahre)
Was ist der 8er-Rat? Der 8er-Rat ist ein Konzept zur politischen Beteiligung von Jugendlichen auf kommunaler Ebene. Schülerinnen und Schüler haben dadurch verbindlich ein Jahr lang die Möglichkeit, ihre Vorstellungen, Ideen, Verbesserungsvorschläge, Forderungen und Wünsche für die Stadt Ebersberg in die Ebersberger Stadtpolitik einzubringen. Der 8er-Rat ist eine Kooperation zwischen Verwaltung, Politik, Jugendarbeit und Schule und findet jährlich als verpflichtender Teil des Schulunterrichts statt.
Wer veranstaltet den 8er-Rat? Der 8er-Rat wird von der Stadt Ebersberg veranstaltet. Mit einstimmigem Beschluss im Umwelt-, Sozial- und Kulturausschuss vom 19.07.2022, hat der Ebersberger Stadtrat die Umsetzung durch die Stadtjugendpflege beauftragt.
Wer ist im 8er-Rat? Folgende Schulen nehmen aktuell am 8er-Rat teil: Mittelschule Ebersberg, Realschule Ebersberg, Gymnasium Grafing, Gymnasium Kirchseeon. Alle Schülerinnen und Schüler der achten Jahrgangsstufe, die in Ebersberg wohnen, sind automatisch ein Schuljahr lang im 8er-Rat (Ausnahme: An der Realschule Wahlpflichtfach). Insgesamt sind jedes Jahr über 100 Schülerinnen und Schüler im 8er-Rat.
Wer nimmt sonst noch am 8er-Rat teil? Neben den Jugendlichen nehmen am 8er-Rat Vertreterinnen und Vertreter aller Abteilungen der Stadtverwaltung, sowie aller im Stadtrat vertretenen politischen Fraktionen teil. Zusätzlich werden – je nach Themenschwerpunkten der Jugendlichen – nach Möglichkeit weitere Institutionen eingeladen (z.B. Polizei, Landratsamt, Jugendzentrum, Kreisjugendring, etc.).
Wie läuft der 8er-Rat ab? Der 8er-Rat beginnt mit der ersten 8er-Rat Konferenz, in der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung sich, ihre Arbeitsbereiche und anstehende Projekte vorstellen und mit den Schülerinnen und Schüler in Gruppengespräche gehen. Die Jugendlichen entwickeln ihre ersten Ideen für mögliche Projekte. In der zweiten 8er-Rat Konferenz bilden die Schülerinnen und Schüler (schulartübergreifende) Projektgruppen und arbeiten gemeinsam Präsentationen ihrer Ideen aus. Für die Umsetzung dieser Vorschläge werben sie dann in einem Gallery Walk gegenüber der Verwaltung und der Politik und versuchen so, Unterstützerinnen und Unterstützer für ihr jeweiliges Projekt zu finden. Nach den beiden Konferenzen endet der verpflichtende Teil des 8er-Rats. Die Projektgruppen dürfen und sollen im Anschluss ihre Projekte in ihrer Freizeit selbst weiterverfolgen.
Was geschieht mit den Ergebnissen der 8er-Rat Konferenzen? Die ausgearbeiteten Themen der Jugendlichen werden von allen Beteiligten sehr ernst genommen. Trotzdem ist Beteiligung kein Wunschkonzert, bei dem alle Ideen einfach so von der Verwaltung und der Politik verwirklicht werden. Wenn sich die Schülerinnen und Schüler weiterhin für die Umsetzung ihrer Projekte engagieren wollen, werden sie dabei von den Erwachsenen unterstützt, die sie während der zweiten Konferenz für ihre Idee gewinnen konnten und die ihnen Unterstützung zugesagt haben. Gemeinsam kann dann erörtert werden, ob und ggf. wie sich ein Projekt realisieren lässt. Alle Projekte werden unterstützt, so lange sich Jugendliche aktiv für das Projekt engagieren – längerfristige Projekte auch über die achte Jahrgangsstufe hinaus. Konkrete Beispiele, die weiter begleitet wurden: Öffnung des Jugendzentrums für Jüngere, Jugendparty im alten kino, Hygieneartikelspender für weiterführende Schulen, Diskussionsrunde zu Busverbindungen und Digitalisierung der Schulen mit dem Landrat.
Wird der 8er-Rat auch anderweitig beteiligt? Ja! Die Schülerinnen und Schüler sind als 8er-Rat ein Jahr lang die erste Anlaufstelle für Stadtverwaltung und Stadtpolitik, wenn es um das Einholen der Meinung von Jugendlichen zu verschiedenen Themen geht. In den letzten Jahren wurden z.B. Jugendliche aus dem 8er-Rat in die Erstellung des Ebersberger Mobilitätskonzepts eingebunden. Auch bei der Zielfindung für das Projekt „Kinderfreundliche Kommune“, wird der 8er-Rat beteiligt. Projekte, die über den kommunalen Zuständigkeitsbereich der Stadt Ebersberg hinaus gehen – auf die die Stadt selbst also keinen Einfluss hat – können z.B. durch den Kreisjugendring weiter unterstützt und so ggf. weiterbearbeitet werden.