Der Beteiligungsprozess am Neubau der Kinderklinik Nürnberg (Campus Süd) ist seit 2020 angelegt und umfasst verschiedene Bausteine. Im Mittelpunkt steht die Frage, was Kinder brauchen, um sich in einem Klinikum wohl und sicher zu fühlen. Bereits zu Beginn wurden rund 2.800 Einzelnennungen von Kindern erhoben und als Grundlage für die weitere Planung genutzt. Ein besonderer Baustein bezieht sich auf die Mitgestaltung unserer Frizzifiguren (bunte, lustige Fabelwesen), die das Herzstück eines ganzheitlichen Gestaltungs- und Betreuungskonzepts im neuen Kinderklinikum Nürnberg bilden. Als liebevolle Begleiter unterstützen sie Kinder und Familien während des gesamten Klinikaufenthalts durch Angstreduktion, Ablenkung und emotionale Stabilisierung. Über 400 Kinder wirkten aktiv bei der Figurenentwicklung mit: Im ersten Schritt wurde anhand einer Online Umfrage ein geeigneter Nachname gesucht. Die Zielgruppe – Kinder aus den Horten, Schulen sowie die Kinderklinik, einschließlich der Pflegeschule – erhielten die ausgewählten Namensideen zusammen mit Bildmaterial der geplanten Fabelwesen, um deren Wirkung besser beurteilen zu können. Das eindeutige Ergebnis: Die Frizzies. Daraufhin bewerteten die Kinder die Zeichnungs-Entwürfe der Frizzies und brachten Verbesserungsvorschläge ein. Die Mehrheit ihrer Vorschläge konnten umgesetzt werden. Durch ihre Beiträge wurden die Figuren durchgängig kinderfreundlich, ansprechend und sympathisch gestaltet. Am 13.05.2026 stimmten Kinder in einem Workshop über die finalen Vornamen ab, welche vorab anhand einer Umfrage in der Zielgruppe gesammelt wurden. Die Ergebnisse wurden dann am 20.05.2026 bei einem Benefizkonzert bekannt gegeben. Diese Beteiligung ist Teil eines umfassenden Prozesses: Kinder gestalten kontinuierlich verschiedene Bereiche des Klinikneubaus mit – von Patientenzimmern über Aufenthaltsbereiche bis zu Außenflächen. So entsteht eine Kinderklinik, die durch Kinderperspektiven geprägt ist.
Wie werden Kinder und Jugendliche beteiligt?
Die Entwicklung der „Frizzi-Figuren” bot Kindern vielfältige Möglichkeiten zur kreativen, dialogischen und spielerischen Mitwirkung. Durch bewusst unterschiedlich gestaltete Beteiligungsformate wurde sichergestellt, dass alle Kinder – unabhängig von Alter, Persönlichkeit oder besonderen Bedürfnissen – aktiv teilnehmen konnten. So konnten die Kinder über Gruppenarbeiten bis hin zu begleiteten Formaten mit dem Betreuungspersonal ihre Ideen sammeln und einreichen. Sowohl analoge Methoden als auch digitale Werkzeuge wie Online-Umfragetools standen zur Verfügung. Diese methodische Vielfalt ermöglichte es, auch schüchterne Kinder, jüngere Teilnehmende oder Kinder mit besonderen Unterstützungsbedarfen einzubeziehen. Jedes Kind konnte so entsprechend seinen individuellen Stärken und Vorlieben beitragen – sei es durch verbale Rückmeldungen oder digitale Eingaben. Diese inklusive Herangehensweise stellte sicher, dass die Figurenentwicklung von einer breiten Palette kindlicher Perspektiven profitiert.


